Nikolaus Ebert

 

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Bezirksvorsteherin des 13. Wiener Gemeindebezirkes

1130 Wien, Hietzinger Kai 1-3

Telefon+43 1 4000 13111Fax+43 1 4000 9913120

Funktion
Bezirksvorsteher ÖVP

Bezirksvorsteherin des 13. Wiener Gemeindebezirkes – Bezirksvorsteherin

Politische Informationen
Partei: ÖVP – Die neue Volkspartei

Hietzing war eine Vorortgemeinde von Wien, die im 19. Jahrhundert durch ihre Nähe zur kaiserlichen Sommerresidenz Schloss Schönbrunn und durch Vergnügungslokale besondere gesellschaftliche Bedeutung erlangte. Seit 1892 ist Hietzing namensgebender Teil und Zentrum des 13. Wiener Gemeindebezirks Hietzing.

Bezirksgeschichte
Vorgeschichte

Die Ortsbezeichnung ist von dem Vornamen „Hiezo“ oder „Hezzo“, einer Kurzform von „Heinrich“, abgeleitet. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus ca. 1120/1130, ab 1200 auch als „Hizzing“, ab 1548 in der heutigen Schreibung. Seit 1253 scheint das Stift Klosterneuburg als Grundherr auf. Die ältesten Anwesen lagen im Bereich der Altgasse, nördlich davon (Richtung Wienfluss) waren Viehweiden und Bleichen, südlich wenige Äcker und ausgedehnte Weingartenfluren. In der Nähe des Küniglbergs und um das Gebiet des heutigen Hietzinger Friedhofs gab es auch einen Steinbruch, sowie Sand- und Schottergruben, deren Material noch beim Bau von Schloß Schönbrunn Verwendung fand. An der Stelle des Kaiserstöckels stand bis 1683 eine Schleifmühle. Es gab auch die Faistenmühle, die als Lainzer Mühle bekannt wurde (13., Lainzer Straße 10). Lainz entwickelte sich zum Zentrum der Pestwallfahrten. Die wachsende Beliebtheit des Wallfahrtsortes „Maria-Hietzing“ erforderte den Ausbau der Seelsorge. Es wurden ein Chorherrenhaus und ein Gemeindegasthaus errichtet, in dem sich für Wallfahrerinnen und Wallfahrer die Möglichkeit der Übernachtung bot. Die zweite Türkenbelagerung 1683 verwüstete den Ort und die restlichen Weingärten. Der Ort war fast entvölkert und die Neubesiedelung ging nur langsam voran. Seit dem 18. Jahrhundert wurde der unregulierte Wienfluss immer mehr zum Problem. 1741 wurde der Schönbrunner Schlossgarten überflutet, 1851 der höchste Wasserstand erreicht. Auf Grund der zunehmenden Verschmutzung gab es seit etwa 1770 kaum mehr Fische im Fluss. Schon 1781 lag ein Plan zur Wienflussregulierung von Wilhelm Beyer vor, der am Widerstand der Besitzer der flussnahen Färbereien scheiterte. Der Bau des Schlosses Schönbrunn, das an der Stelle der 1683 zerstörten Katterburg errichtet wurde, brachte schließlich den großen Aufschwung des damaligen Dorfes Hietzing. Die Nähe zum kaiserlichen Hoflager förderte eine starke Bautätigkeit mit sich, weil Quartiere für Adelige und Beamte geschaffen wurden. Das rasche Anwachsen der Häuserzahl im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert änderte die Struktur des Ortes. Die neu erbauten Häuser wurden von Menschen aus gehobener sozialer Stellung bewohnt, die in Hietzing den Sommer verbrachten. Dieser Fremdenzustrom steigerte die Verdienstmöglichkeiten der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner. Die Bevölkerung teilte sich nun in Bauern, zugezogene Wiener Bürger und einheimische Gewerbetreibende und Arbeiter. Dazu kamen im 19. Jahrhundert auch Fabrikbesitzer. Insgesamt festigte sich jedoch mehr und mehr der Charakter des Bezirks als „Nobelbezirk“. Im Jahr 1789 wurde die erste große Schule Am Platz vom Stift Klosterneuburg errichtet und betrieben. Sie wurde 1829 in die Fasholdgasse verlegt (siehe Hietzinger Schule). 1815 entstand ein regelmäßiger Verkehr zwischen dem Petersplatz und Hietzing in einem einfachen Holzwagen, der Zeiserlwagen genannt wurde. Dieser Gesellschaftswagen brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Hietzinger Ausflugslokale.Ab 1869 gab es eine Pferdetramway. Schon 14 Jahre später, 1883, verkehrte die Dampftramway von Hietzing nach Perchtoldsdorf. Seit 1886 verläuft sie zwischen der Gaudenzdorferlinie und Hietzing. 1887 nahm eine Linie nach Ober Sankt Veit den Betrieb auf.

Von der Bezirksgründung bis zum Ersten Weltkrieg

Im 19. Jahrhundert kam es allmählich zum Zusammenwachsen der Vororte. Nach der Bezirksgründung und Eingemeindung begann 1892 die Regulierung und Einwölbung des Wienflusses (Errichtung von Baracken für die italienischen Arbeiter in Hietzing), 1899 wurde die Wientallinie der Stadtbahn eröffnet. Elektrische Straßenbahnlinien verbanden ab 27. April 1907 Hietzing mit dem Stadtzentrum: Linie 53 (nur 1907/1908): Bellaria-Hietzing; Linie 54 (1907-1938): Bellaria-Schönbrunn; Linie 55 (1907-1927): Babenbergerstraße-Hietzing; Linie 56 (1907-1915): Babenbergerstraße-Schönbrunn; Linie 57 (1907-1936): Eschenbachgasse-Hietzing (mit Abweichungen); Linie 58 (ab 1914): Neuer Markt-Unter-St.-Veit, mit Abweichungen, ab 1942 ab Babenbergerstraße, Verkürzung nach der Eröffnung der U3-Trasse zum Westbahnhof, Einstellung der Linie 2017; Linie 59 (1909-1972): Babenbergerstraße (1911-1942 Hoher Markt)-Hietzing (zeitweise nach Lainz beziehungsweise Speising); Linie 60 (1911/1912): Babenbergerstraße-Hietzing-Lainz, später von stadtferneren Ausgangspunkten, ab 24. November 1963 Hietzing-Stadtbahn[U-Bahn]-Rodaun, seit 2017 Westbahnhof-Rodaun). Auf dem Roten Berg wurde 1897 ein Vulkangang entdeckt, auf dem Gemeindeberg 1898 eine prähistorische Siedlung. Ab 1905 ersetzte die elektrische Straßenbeleuchtung die Gaslampen. Die ersten fünf Lampen wurden am Hietzinger Kirchenplatz montiert.

Zwischenkriegszeit, NS-Diktatur, Zweiter Weltkrieg

Vom den Kämpfen des Jahres 1934 war Hietzing kaum betroffen. Hingegen wurden nach dem „Anschluss“ zahlreiche Immobilien im jüdischen Besitz „arisiert“ und von NS-Parteigängern bewohnt. Von den Bombentreffern während des Luftkriegs 1944/45 waren besonders die Stadtbahnstationen Schönbrunn und Braunschweiggasse und auch Schloss Schönbrunn betroffen.[1] Bei der Befreiung Wiens durch die „Rote Armee“ kam es in der Nähe von Schönbrunn zu einigen Kampfhandlungen.

Zweite Republik

Nach dem Wiederaufbau setzte die vorsichtige Modernisierung des Bezirks ein. Die Eröffnung des EKAZENT im Jahr 1964 steht für die Wirtschaftswunderjahre. Insgesamt behielt der Bezirk aber seinen bürgerlichen Charakter. An der Westeinfahrt entstanden zahlreiche Bürokomplexe und Wohnhausanlagen. Am Küniglberg wurde das ORF-Zentrum zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen.

Wirtschaftsgeschichte

Vor der Ersten Türkenbelagerung 1529 bestand Hietzing aus einigen Hausgärten und Weinfluren. Nach den schweren Zerstörungen erholte sich der Ort aber rasch und der Weinbau florierte. Mitte des 17. Jahrhunderts begann die Umwandlung der Weingärten in Ackerland. Bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebte die Bevölkerung vom Ackerbau. In der Folge siedelten sich am Wienfluss und in der Nähe der Hietzinger Hauptstraße zahlreiche Gewerbe- und Industriebetriebe an, 1833 die K.k. private St. Veiter Maschinen-Schokolade-Fabrik und die K.k. private St. Veiter Zuckerraffinerie, 1852 die Wagenfabrik des Josef Rohrbauer, 1882 die Baumwoll- und Kunstseidenfärberei Winkler & Schindler in der Auhofstraße, 1899 eine Fabrik für Molkereimaschinen in der Einsiedeleigasse. In Hacking bestanden schon seit 1724 Manufakturen, 1830 wurde die Baumwollmanufaktur des Franz Maurer eröffnet. St. Veit wandelte sich im 19. Jahrhundert vom Weinbauort zu einem Zentrum der Milchwirtschaft. In Hietzing wie in Ober St. Veit entstanden zahlreiche beliebte Ausflugsgasthäuser, Heurigen, „Casinos“ und Cafe-Restaurants. Im Jahr 1888 wurde ein „Sanatorium für Nervenleidende“ von Moritz Rosenthal in der Auhofstraße eröffnet, welches 1908/09 erweitert 1930 zum St. Josefs-Krankenhaus umgewandelt wurde. Schon in der Zwischenkriegszeit löste sich die gründerzeitliche Produktionsstruktur auf. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Büroniederlassungen und Filialen großer Firmen wie BASF in Ober St. Veit, Wiener Allianz am Hietzinger Kai und das BUWOG-Verwaltungsgebäude.
Die Zahl der Berufseinpendler aus anderen Bezirken betrug 1961 9.274 und stieg bis 1991 auf 15.245. Aus anderen Teilen Österreichs pendelten etwa 5.000 Personen ein. Die Zahl der Schuleinpendler lag 1991 bei rund 2.000 aus anderen Teilen Wiens und 900 aus den Bundesländern. 1967 waren in rund 1.500 Betriebsstätten 8.000 unselbständig Beschäftigte tätig. Die Zahl der Arbeitsstätten betrug 1991 2.208 mit einer Arbeitsbevölkerung von 26.232. 1993 bestanden 71 Lebensmittelkleinhändler und 192 Gastgewerbebetriebe, 1994 9 Hotels und Pensionen. Im Jahr 2016 beherbergte der Bezirk 4.584 Unternehmen mit 5.064 Arbeitsstätten. In Beherbergungsbetrieben standen 2017 1.141 Betten für jährlich 130.000 Gäste zur Verfügung.

Bauliche Gestalt

Die frühe Bebauung erfolgte entlang der alten Verkehrswege im Wiental und von Lainz nach Speising. Erst mit der Erbauung von Schloss Schönbrunn (mit Schlosspark, Gloriette, Palmenhaus, Schönbrunner Schlosskapelle und Schönbrunner Schlosstheater, Tiergarten und Wagenburg) kam es zu einer Siedlungsverdichtung. Die Entstehung von Sommerfrischen in den ehemaligen Vororten belegt den Reiz des Siedlungsgebietes. Ein Villenviertel entstand zwischen den alten Ortskernen von Hietzing, Unter St. Veit und Lainz gerahmt von der geschlosseen verbauten Lainzer Straße (vergleiche Hietzing, Vorortgemeinde). Der Lainzer Tiergarten (mit der Hermesvilla) und der Hofpavillon der (1899 eröffneten) Stadtbahn zeigen die starke Präsenz des kaiserlichen Hofes. Die Ansiedlung von Spitälern im frühen 20. Jahrhundert wie dem Lainzer Krankenhaus und dem ehemaligen Lainzer Versorgungsheim förderte ebenfalls die allerdings lockere Verbauung des Bezirks, ebenso der Bau der Maria-Theresien-Kaserne (Fasangartenkaserne). In der Zwischenkriegszeit entstanden Siedlungen (darunter Werkbundsiedlung, Kongresssiedlung und Siedlung Friedensstadt). 1948/49 wurde eine Schisprung,anlage am Hackinger Steg errichtet die bis 1978 in Betrieb war. Das ORF-Zentrum am Küniglberg und die Sozialakademie in Speising zählen zu den wichtigen Bauten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in dem es zu einer erheblichen Siedlungsverdichtung kam.

Sakralbauten

Hietzinger Kirche, Lainzer Kirche, Erzbischöfliches Schloss (Sommerschloss) in Ober-St.-Veit, Faniteum, Ober-St.-Veiter Kirche, Militärpfarrkirche St. Johannes Nepomuk, Versorgungsheimkirche, Kirche „Maria, Heil der Kranken“, St. Hubertus, Konzilsgedächtniskirche, St. Hemma, Unter-St.-Veiter Kirche, Pfarrexpositur „Zum Guten Hirten“, Dominikanerinnenkirche, Karmel St. Josef, Syrisch-orthodoxe Kirche St. Efrem, Friedenskirche (13) (evangelisch A.B.).

 

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