Biedermannsdorf ist eine Marktgemeinde mit 3141 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) in Niederösterreich südlich von Wien.

Der Ort liegt im Wiener Becken östlich der Südautobahn (A2) und an der Mödlinger Straße B 11. Der Bahnhof Laxenburg-Biedermannsdorf der Aspangbahn liegt am südlichen Ortsrand, die Pottendorfer Linie (Wien – Pottendorf – Wiener Neustadt) führt durch das östliche Gemeindegebiet.

Durch Biedermannsdorf fließen der Mödlingbach, der daraus ausgeleitete Mühlbach, der Krottenbach und der Haidbach (kleiner Krottenbach) sowie der Wiener Neustädter Kanal.

Erste Siedlungen gab es bereits um 7000 v. Chr. Archäologische Siedlungsbelege lassen sich aus der Zeit um 5000 v. Chr. Finden. In der Römerzeit dürfte Biedermannsdorf zum Bezirk Vindobona gehört haben. 1999/2000 wurden die Reste einer vollständigen Straßenstation aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten freigelegt.

Der Ort wurde um 1170/80 erstmals erwähnt und war im Besitz von Ministerialen von Liechtenstein und Perchtoldsdorf. Ein Pidermannsdorff ist 1275 genannt. Der Namensteil Bieder- ist ein altes deutsches Wort und bedeutet ‚rechtschaffen, erprobt, ehrlich, solid‘ usw. Es wird aus althochdeutscvh pidarpi, biderbi, alts. Bitherbi und mittelhochdeutsch biderbe abgeleitet und gehört zu der Gruppe von Wörtern um Bedarf, bedürfen. Das Wort wird auf der ersten Silbe betont, der Name der Gemeinde ebenfalls.

Wie alle Gemeinden in der Gegend hatte Biedermannsdorf unter den Glaubenskriegen, den Türkenbelagerungen und der Pest zu leiden. Unter Maria Theresia wurden die Häuser das erste Mal durchnummeriert. Ab 1797 wurde der Wiener Neustädter Kanal gebaut, von dem aus eine Abzweigung, der Biedermannsdorfer Canal, zu einem Ziegelwerk führte. Eine Reihe anderer Ziegeleien wurden in der Umgebung gebaut. So entstand eine erste Industrialisierung des Ortes, der vorwiegend von der Landwirtschaft lebte.

Auf dem Friedhof von Biedermannsdorf befindet sich auch ein Sachsengrab mit Angehörigen der Armee des Königreichs Sachsen, welche nach der Niederlage bei Königgrätz in den Raum Wien gekommen waren.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Biedermannsdorf eine Autowerkstätte, drei Bäcker, zwei Branntweinhändler, ein Elektrotechniker, zwei Fleischer, zwei Friseure, fünf Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Installateur, ein Bestatter, ein Müller, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Sattler, zwei Schmiede, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, ein Tischler und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gab es die Pappefabrik Rheinboldt C.F., die Mädchenbildungsanstalt Biedermannsdorf und das Altersheim Borromäum.

Im Zweiten Weltkrieg litt der Ort unter den Bombenangriffen, da die Flugmotorenwerke Ostmark nahe gelegen waren. Als Randgemeinde war der Ort von 1938 bis 1954 Bestandteil der Gemeinde Groß Wien.

Der Gemeinderat mit insgesamt 21 Sitze erhielt bei der letzten Wahl 2020 folgende Verteilung: 9 ÖVP, 6 Die Grünen, 4 SPÖ und 2 FPÖ.

Bürgermeister seit 1954

Karl Stiglbauer (September 1954 – März 1960)
Josef Bauer (März 1960 – April 1975)
Leopold Eichinger (April 1975 – März 1992)
Karl Schrattenholzer (März 1992 – Dezember 1997)
Wilhelm Synek (Dezember 1997 – Jänner 2003)
Johannes Unterhalser (Jänner 2003 – März 2008)
Beatrix Dalos seit März 2008

Heimatmuseum: Bei Biedermannsdorf befand sich eine römische Straßenstation, die in den 1990er-Jahren ausgegraben wurde. Das am 26. Oktober 2000 eröffnete Heimatmuseum zeigte Münzen, Töpfe und Tongefäße, Grabbeigaben von drei Gräbern (Schmuck etc.), Öllämpchen, Spangen und bot eine Dokumentation über die Baubestandsreste (Brunnen, Feuerstellen, Ziegel einer Bodenheizung etc.). Das Museum besteht aber seit Jahren nicht mehr.

Borromäum: Der Ursprung der Anlage war ein barockes Landschloss, der Perlashof östlich der Pfarrkirche. Er wurde nach mehrfachen Besitzwechseln 1882 von den Barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus erworben, 1883 eröffneten sie dort ein Waisenhaus und eine Volksschule. 1897 erfolgte ein Neubau, der als monumentaler späthistoristischer Vierflügelbau charakterisiert wird, 1902 wurde eine Klosterkirche gebaut. 1949 wurde aus ihr die „Frauengewerbeschule Biedermannsdorf“. Die Kirche wurde profaniert und ist seit 1982 Bibliothek. Das Gebäude wurde am 16. Juni 1982 von der Gemeinde Biedermannsdorf gekauft und an das Unterrichtsministerium vermietet, in ihm wurde eine „Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe“ eröffnet.

Pfarrkirche Biedermannsdorf: Die Kirche ist dem Heiligen „Johannes der Täufer“ geweiht und ein im Kern mittelalterlicher, sonst aber barocker Bau, errichtet 1727–1728 von Franz Jänggl. Der spätbarocke Hochaltar zeigt die Taufe Christi durch Johannes den Täufer. Zwei Seitenaltäre und eine spätbarocke Kanzel gehören zur weiteren Ausstattung. Auf der Orgelempore steht eine Kaufmannorgel aus 1892.

Schloss Wasenhof (Schloss Biedermannsdorf): Das Gebäude ist ein dreiflügeliger Bau aus der Barockzeit, um 1731 erbaut. Um 1454 befand sich an der Stelle der Wasenhof. Die Anlage wurde 1883 der Stephaniestiftung geschenkt und als Heim für behinderte Kinder eingerichtet. Seit 1939 ist es im Besitz der Gemeinde Wien und wurde über Jahrzehnte weiter als Kinderheim genutzt.
Seit Jahren steht die Anlage leer, derzeit (2019) laufen Gespräche und Abklärungen über Umnutzungen bzw. Neunutzungen der Gebäude und des Grundstücks.

Kontakt

Marktgemeinde Biedermannsdorf
Ortsstraße 46
2362 Biedermannsdorf
Tel: 02236/72000
E-mail: gemeinde@biedermannsdorf.at

Website: http://www.biedermannsdorf.at/

Bürgermeisterin Beatrix Dalos (Bürgermeister)

Familienstand: verheiratet mit Dr. Andreas Dalos
Geboren in Mödling
Wohnhaft: Biedermannsdorf, Leopold Holzgruber-Gasse 4

Ehemals Ordination Assistentin
Partei: ÖVP

Ich freue mich, als Bürgermeisterin für unsere Gemeinde tätig zu sein.

Mobiltelefon: +43 (0) 664 964 52 75
E-Mail: bgm.dalos@biedermannsdorf.at

Sprechzeiten:
Donnerstag von 08:00 bis 12:00 und von 13:00 bis 18:00 Uhr.
Unter der Telefonnummer: 02236 7200.
Juli und August 08:00-12:00 und 13:00-16:00 UhrParteienverkehrszeiten

Montag, Dienstag u. Mittwoch: 07:30-12:00
Donnerstag: 07:30-12:00 und 14:00-18:00*
Freitag: 07:30-12:30
*Juli und August 07:30-12:00 und 14:00-16:00

Amtszeiten
Montag–Mittwoch: 07:00-16:00
Donnerstag: 07:00-18:00*
Freitag: 07:00-12:30

*Juli und August 08:00-16:00

Vizebürgermeister Josef Spazierer (Vizebürgermeister)
Familienstand: liiert mit Tanja Spazierer
Kinder: Denise (Jg. 2005)
Beschäftigt bei WIENENERGIE
Geboren in Wien
Wohnhaft: Biedermannsdorf, Georg-Humbhandl-Gasse 4
Hobbies: Radfahren, Schifahren, Segeln.

Ausbildung:
Volksschule Biedermannsdorf, Hauptschule Mödling, HTL Mödling,
KFZ Mechanikerlehre.

seit 1991 im Gemeinderat von Biedermannsdorf seit 1991, Geschäftsführender Gemeinderat 1995 – 2000, Ressort: Freiwillige Feuerwehr und öffentliche Sicherheit, Vizebürgermeister von 2000 bis 2005, Geschäftsführender Gemeinderat 2005 – 2008 (Sozialwesen), seit 2008 Vizebürgermeister, seit 2012 Energiebeauftragter

politische Motivation:
Nicht gegeneinander, sondern für Biedermannsdorf miteinander zu arbeiten und unseren Ort zu gestalten setze ich mich ein.

Telefon: +43 (0)664 964 52 65
Telefax: +43 (0)2236 72000-85
E-Mail (offiziell): vbgm.spazierer@kabsi@biedermannsdorf.at
E-Mail (privat): j.spazierer@kabsi.at

jederzeit ist eine Terminvereinbarung möglich unter meiner Rufnummer 0664 964 52 65.

Vizebürgermeister-Sprechstunde:
nach telefonischer Vereinbarung bzw. jeden 1. Samstag im Monat
von 09:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindeamt.


Amtsleiter, Herr Mag. Jörg Hausberger
Ortsstraße 46 in A-2362 Biedermannsdorf
Obergeschoß, Amtsleitung.
Telefon: +43 (0)2236 72000
Telefax: +43 (0)2236 72000-85
E-Mail: j.hausberger@biedermannsdorf.at