2362 Biedermannsdorf

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Marktgemeinde 
Biedermannsdorf 
Ortsstraße 46 
2362 Biedermannsdorf

 

Telefon: +43 (0) 2236 72000
 
E-mail: gemeinde@biedermannsdorf.at 

Website: http://www.biedermannsdorf.at/


Biedermannsdorf ist eine Marktgemeinde mit 3141 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) in Niederösterreich südlich von Wien. 

Der Ort liegt im Wiener Becken östlich der Südautobahn (A2) und an der Mödlinger Straße B 11. Der Bahnhof Laxenburg-Biedermannsdorf der Aspangbahn liegt am südlichen Ortsrand, die Pottendorfer Linie (Wien – Pottendorf – Wiener Neustadt) führt durch das östliche Gemeindegebiet.

Durch Biedermannsdorf fließen der Mödlingbach, der daraus ausgeleitete Mühlbach, der Krottenbach und der Haidbach (kleiner Krottenbach) sowie der Wiener Neustädter Kanal. 

Erste Siedlungen gab es bereits um 7000 v. Chr. Archäologische Siedlungsbelege lassen sich aus der Zeit um 5000 v. Chr. Finden. In der Römerzeit dürfte Biedermannsdorf zum Bezirk Vindobona gehört haben. 1999/2000 wurden die Reste einer vollständigen Straßenstation aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten freigelegt.

Der Ort wurde um 1170/80 erstmals erwähnt und war im Besitz von Ministerialen von Liechtenstein und Perchtoldsdorf. Ein Pidermannsdorff ist 1275 genannt. Der Namensteil Bieder- ist ein altes deutsches Wort und bedeutet ‚rechtschaffen, erprobt, ehrlich, solid‘ usw. Es wird aus althochdeutscvh pidarpi, biderbi, alts. Bitherbi und mittelhochdeutsch biderbe abgeleitet und gehört zu der Gruppe von Wörtern um Bedarf, bedürfen. Das Wort wird auf der ersten Silbe betont, der Name der Gemeinde ebenfalls. 

Wie alle Gemeinden in der Gegend hatte Biedermannsdorf unter den Glaubenskriegen, den Türkenbelagerungen und der Pest zu leiden. Unter Maria Theresia wurden die Häuser das erste Mal durchnummeriert. Ab 1797 wurde der Wiener Neustädter Kanal gebaut, von dem aus eine Abzweigung, der Biedermannsdorfer Canal, zu einem Ziegelwerk führte. Eine Reihe anderer Ziegeleien wurden in der Umgebung gebaut. So entstand eine erste Industrialisierung des Ortes, der vorwiegend von der Landwirtschaft lebte. 

Auf dem Friedhof von Biedermannsdorf befindet sich auch ein Sachsengrab mit Angehörigen der Armee des Königreichs Sachsen, welche nach der Niederlage bei Königgrätz in den Raum Wien gekommen waren. 

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Biedermannsdorf eine Autowerkstätte, drei Bäcker, zwei Branntweinhändler, ein Elektrotechniker, zwei Fleischer, zwei Friseure, fünf Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, ein Installateur, ein Bestatter, ein Müller, ein Obst- und Gemüsehändler, ein Sattler, zwei Schmiede, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, ein Tischler und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gab es die Pappefabrik Rheinboldt C.F., die Mädchenbildungsanstalt Biedermannsdorf und das Altersheim Borromäum. 

Im Zweiten Weltkrieg litt der Ort unter den Bombenangriffen, da die Flugmotorenwerke Ostmark nahe gelegen waren. Als Randgemeinde war der Ort von 1938 bis 1954 Bestandteil der Gemeinde Groß Wien. 

Der Gemeinderat mit insgesamt 21 Sitze erhielt bei der letzten Wahl 2020 folgende Verteilung: 9 ÖVP, 6 Die Grünen, 4 SPÖ und 2 FPÖ. 

Bürgermeister seit 1954

Karl Stiglbauer (September 1954 – März 1960)
Josef Bauer (März 1960 – April 1975)
Leopold Eichinger (April 1975 – März 1992)
Karl Schrattenholzer (März 1992 – Dezember 1997)
Wilhelm Synek (Dezember 1997 – Jänner 2003)
Johannes Unterhalser (Jänner 2003 – März 2008)
Beatrix Dalos seit März 2008

Heimatmuseum: Bei Biedermannsdorf befand sich eine römische Straßenstation, die in den 1990er-Jahren ausgegraben wurde. Das am 26. Oktober 2000 eröffnete Heimatmuseum zeigte Münzen, Töpfe und Tongefäße, Grabbeigaben von drei Gräbern (Schmuck etc.), Öllämpchen, Spangen und bot eine Dokumentation über die Baubestandsreste (Brunnen, Feuerstellen, Ziegel einer Bodenheizung etc.). Das Museum besteht aber seit Jahren nicht mehr.

Borromäum: Der Ursprung der Anlage war ein barockes Landschloss, der Perlashof östlich der Pfarrkirche. Er wurde nach mehrfachen Besitzwechseln 1882 von den Barmherzigen Schwestern vom heiligen Karl Borromäus erworben, 1883 eröffneten sie dort ein Waisenhaus und eine Volksschule. 1897 erfolgte ein Neubau, der als monumentaler späthistoristischer Vierflügelbau charakterisiert wird, 1902 wurde eine Klosterkirche gebaut. 1949 wurde aus ihr die „Frauengewerbeschule Biedermannsdorf“. Die Kirche wurde profaniert und ist seit 1982 Bibliothek. Das Gebäude wurde am 16. Juni 1982 von der Gemeinde Biedermannsdorf gekauft und an das Unterrichtsministerium vermietet, in ihm wurde eine „Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe“ eröffnet. 

Pfarrkirche Biedermannsdorf: Die Kirche ist dem Heiligen „Johannes der Täufer“ geweiht und ein im Kern mittelalterlicher, sonst aber barocker Bau, errichtet 1727–1728 von Franz Jänggl. Der spätbarocke Hochaltar zeigt die Taufe Christi durch Johannes den Täufer. Zwei Seitenaltäre und eine spätbarocke Kanzel gehören zur weiteren Ausstattung. Auf der Orgelempore steht eine Kaufmannorgel aus 1892.

Schloss Wasenhof (Schloss Biedermannsdorf): Das Gebäude ist ein dreiflügeliger Bau aus der Barockzeit, um 1731 erbaut. Um 1454 befand sich an der Stelle der Wasenhof. Die Anlage wurde 1883 der Stephaniestiftung geschenkt und als Heim für behinderte Kinder eingerichtet. Seit 1939 ist es im Besitz der Gemeinde Wien und wurde über Jahrzehnte weiter als Kinderheim genutzt. 
Seit Jahren steht die Anlage leer, derzeit (2019) laufen Gespräche und Abklärungen über Umnutzungen bzw. Neunutzungen der Gebäude und des Grundstücks.

Kontakt

Bürgermeisterin Beatrix Dalos (Bürgermeister) 

Familienstand: verheiratet mit Dr. Andreas Dalos
Geboren in Mödling
Wohnhaft: Biedermannsdorf, Leopold Holzgruber-Gasse 4 

Ehemals Ordination Assistentin 
Partei: ÖVP 

Ich freue mich, als Bürgermeisterin für unsere Gemeinde tätig zu sein. 

Mobiltelefon: +43 (0) 664 964 52 75 
E-Mail: bgm.dalos@biedermannsdorf.at 

Sprechzeiten: 
Donnerstag von 08:00 bis 12:00 und von 13:00 bis 18:00 Uhr. 
Unter der Telefonnummer: 02236 7200. 
Juli und August 08:00-12:00 und 13:00-16:00 Uhr 


Parteienverkehrszeiten 

Montag, Dienstag u. Mittwoch: 07:30-12:00 
Donnerstag: 07:30-12:00 und 14:00-18:00* 
Freitag: 07:30-12:30 
*Juli und August 07:30-12:00 und 14:00-16:00 

Amtszeiten 
Montag–Mittwoch: 07:00-16:00
Donnerstag: 07:00-18:00*
Freitag: 07:00-12:30 

*Juli und August 08:00-16:00 

Vizebürgermeister Josef Spazierer (Vizebürgermeister) 
Familienstand: liiert mit Tanja Spazierer 
Kinder: Denise (Jg. 2005) 
Beschäftigt bei WIENENERGIE 
Geboren in Wien 
Wohnhaft: Biedermannsdorf, Georg-Humbhandl-Gasse 4 
Hobbies: Radfahren, Schifahren, Segeln. 

Ausbildung:
Volksschule Biedermannsdorf, Hauptschule Mödling, HTL Mödling,
KFZ Mechanikerlehre.

seit 1991 im Gemeinderat von Biedermannsdorf seit 1991, Geschäftsführender Gemeinderat 1995 - 2000, Ressort: Freiwillige Feuerwehr und öffentliche Sicherheit, Vizebürgermeister von 2000 bis 2005, Geschäftsführender Gemeinderat 2005 - 2008 (Sozialwesen), seit 2008 Vizebürgermeister, seit 2012 Energiebeauftragter 

politische Motivation: 
Nicht gegeneinander, sondern für Biedermannsdorf miteinander zu arbeiten und unseren Ort zu gestalten setze ich mich ein.

Telefon: +43 (0)664 964 52 65 
Telefax: +43 (0)2236 72000-85 
E-Mail (offiziell): vbgm.spazierer@kabsi@biedermannsdorf.at 
E-Mail (privat): j.spazierer@kabsi.at 

jederzeit ist eine Terminvereinbarung möglich unter meiner Rufnummer 0664 964 52 65. 

Vizebürgermeister-Sprechstunde: 
nach telefonischer Vereinbarung bzw. jeden 1. Samstag im Monat 
von 09:00 bis 10:00 Uhr im Gemeindeamt. 

Amtsleiter, Herr Mag. Jörg Hausberger 
Ortsstraße 46 in A-2362 Biedermannsdorf 
Obergeschoß, Amtsleitung. 
Telefon: +43 (0)2236 72000 
Telefax: +43 (0)2236 72000-85 
E-Mail: j.hausberger@biedermannsdorf.at 

2391 Kaltenleutgeben

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Marktgemeinde

Kaltenleutgeben

Hauptstraße 78
2391 Kaltenleutgeben

Telefon 02238/71213
Fax 02238/71213-24
gemeinde@kaltenleutgeben.gv.at
Bgm. Bernadette Geieregger-Schöny (Bürgermeisterin)

E-Mail: buergermeisterin@kaltenleutgeben.gv.at
Telefon: +43 2238 71213

Sprechzeiten:

Dienstag und Donnerstag 17:30 – 18:30 Uhr
um tel. Terminvereinbarung wird ersucht

Link: www.kaltenleutgeben.gv.at

Kaltenleutgeben ist eine Marktgemeinde im Bezirk Mödling in Niederösterreich mit 3345 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022). Teilweise, Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie.

Am Lauf des Baches lagen eine Reihe von Mühlen, deren Namen (Waldmühle, Neumühle, Polsterer-Mühle) noch darauf hinweisen.

Kaltenleutgeben war ein frühes Wintersportgebiet: Bereits 1890 hatte auf einer Waldwiese westlich des Ortes, der „Norwegerwiese“, der aus Norwegen stammende Bäckergeselle Wilhelm Bismark Samson durch seine Schilaufkenntnisse beeindruckt, wobei er auch 15 m weite Sprünge über selbstgebaute Schanzen zeigte. Vor dem Ersten Weltkrieg gab es in Kaltenleutgeben bereits einen Schiverleih mit 30 Paar Schiern, auf der Wiese wurden Schirennen abgehalten. 1952 wurde auf der Wiese ein 198 m langer Schischlepplift gebaut, der bis zu seiner Abtragung 2015 als der wahrscheinlich älteste noch im Originalzustand befindliche Schilift der Welt galt. Diese Anlage war in den letzten Jahrzehnten, nachdem ihr Besitzer bereits den Betrieb einstellen wollte, nur mehr fallweise von freiwilligen Helfern der Bergrettung betrieben worden.

Am 15. Juli 1934 kam es auf der Predigtstuhlwiese zu einer Sozialistenkundgebung mit Rosa Jochmann (spätere Nationalratsabgeordnete) zum Gedenken an den Justizpalastbrand. Durch einen Hinterhalt der Heimwehr wurden hierbei die Fahnenträger Johann Fröhlich und Richard Lehmann erschossen. Heute zeugt hiervon ein 2004 gelegter Gedenkstein bei der Wiese.

Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde der Ort nach Groß-Wien zum 25. Bezirk eingemeindet.

Erst 1954 wurde der Ort wieder eigenständig und fiel an Niederösterreich zurück. Im Zuge der Ausgemeindung wurden die Gemeindegrenzen neu festgelegt. So kam ein Teil der Kuhheide zu Gießhübl, sowie die Rotte Wasserspreng zur damaligen Nachbargemeinde Weissenbach.

Zu Jahresbeginn 2012 tauschte Kaltenleutgeben mit Perchtoldsdorf einen kleinen Teil seines Gemeindegebietes in der Größe von 58 Hektar, wodurch sich die Gemeindegrenzen etwas verschoben. Einige Grundstücke der Perchtoldsdorfer Tirolerhofsiedlung lagen bis dahin auf Kaltenleutgebener Gebiet, obwohl die Bewohner alle Einrichtungen der Marktgemeinde Perchtoldsdorf und nicht ihrer Heimatgemeinde nutzten. Kaltenleutgeben war auf direktem Weg für sie nicht erreichbar. Perchtoldsdorf trat im Gegenzug eine ebenso große Fläche auf den Grundstücken der ehemaligen Perlmooser AG an Kaltenleutgeben ab.

Zwei Bergbaue auf Kohle östlich der Mündung des Flösselgrabens und an der Einmündung des Wienergrabens sind seit Beginn des 20. Jahrhunderts ebenfalls eingestellt.

Der Hauptbetrieb in Kaltenleutgeben war mehr als 100 Jahre die Zementfabrik Perlmooser, für welche am Ortsbeginn von Kaltenleutgeben und östlich davon der dort vorhandene Kalkstein (Jurahornsteinkalk, Schrambach-Neokomaptychenschichten) in drei großen Steinbrüchen (Fischerwiese, Flössel, Eisgraben) abgebaut wurde. Der Betrieb lag in drei Gemeinden: in Wien-Rodan die Produktionsanlagen mit werkseigenem Elektrizitätswerk, in Perchtoldsdorf Werkswohnungen, Kohlenmühle, Bahnhof und Versandanlage, in Kaltenleutgeben die Steinbrüche. 1929/30 waren Werksanlagen nach Plänen der Architekten Alfred Keller und Walter Broßmann gebaut worden, diese Anlagen wurden nach 1950 weitgehend durch Neubauten ersetzt. Die Steinbrüche wurden mit Feldbahnanlagen mit Dampflokomotiven, später Dieselloks betrieben (der Steinbruch Fischerwiese hatte zusätzlich auch eine elektrisch betriebene Bahnanlage). Sie waren mit einer Seilbahn an das Werk angeschlossen. Die Seilbahnanlage bestand seit dem 19. Jahrhundert, sie wurde 1929 größer erneuert und in den 1960er-Jahren abgebaut. Den Transport des Gesteins besorgten ab dann schwere Lastkraftwagen auf eigens gebauten Straßen.

Für das Werk, speziell die Anlieferung der Kohle zum Betrieb der Brennöfen und den Abtransport von Zement, aber auch bereits für die vor seiner Einrichtung verbreitete Kalkproduktion wurde die Kaltenleutgebener Bahn zur Südbahn nach Liesing betrieben. Diese Strecke wurde für den öffentlichen Betrieb 2014 eingestellt und wird seither nur mehr als Anschlussbahn geführt. Eigentümerin der Bahnhofsgrundstücke ist seit 2018 die Immobilientochter der Gemeinde Perchtoldsdorf.

Nach Einstellung der Zementproduktion Mitte der 1990er-Jahre wurden die Werksanlagen noch als Zementlager und Abfüllanlage des Unternehmens Holcim verwendet, das zum Konzern Lafarge gehörte. Die Werksanlagen wurden ab 2012/13 weitgehend abgetragen.

An ihrem Standort, soweit er in Wien-Rodaun lag, wurde eine Wohnhausanlage mit ca. 500 Wohnungen errichtet. Durch den Gebietstausch zwischen den Gemeinden Kaltenleutgeben und Perchtoldsdorf liegen seit 2012 auch der Bahnhof und die Grundstücke der ehemaligen Lager- und Transporteinrichtungen auf Kaltenleutgebener Gebiet.

Der westliche Teil der Grundstücke auf Kaltenleutgebner Gebiet war bereits 2009 von drei großen Wohnbaugesellschaften erworben worden, liegt aber seither brach. Die Lafarge Perlmooser GmbH hat sich als frühere Eigentümerin im Kaufvertrag vorbehalten, dass die neuen Eigentümer die Errichtung und Betreibung jeder wie immer gearteten Anlage zur Erzeugung und/oder Mahlung von Klinker und/oder Zement und/oder Betonzusatzstoffen und/oder sonstiger hydraulischer Bindemittel und/oder Beton zu unterlassen haben. Das ist als Dienstbarkeit im Grundbuch abgesichert. Der östliche Teil dieser Grundstücke befand sich auch im Juli 2022 noch im Eigentum der seinerzeitigen Zementunternehmen. Das noch dort befindliche große Lager- und Abfüllgebäude (sog. Zementterminal), war bereits weitgehend verfallen.

In diesem Gebäude im östlichen Teil der ehemaligen Werksanlage soll auf insgesamt 5.500 Quadratmetern Fläche Platz für bis zu 20 Loft-Wohnungen (mit Raumhöhen bis zu 6,5 m), Galerien und Büroräumlichkeiten geschaffen werden. Die dafür 2021 neu gegründete Gesellschaft, der auch zwei Architekten angehören, die Siloft GmbH, kaufte 2022 das Gelände mit dem mittlerweile als Ruine bezeichneten Bau. Nutzungseinheiten sollen an Privateigentümer weiter verkauft werden, die sich an der Sanierung der gemeinschaftlich genutzten Gebäudeteile beteiligen.

Siedlung Doktorberg

Diese Siedlung besteht aus 125 Einfamilienwohnhäusern in verdichteter Flachbauweise aus dem Jahr 1969 im Norden des Ortskerns von Kaltenleutgeben. Sie wurde von den Architekten Harry Glück und Carl Auböck entworfen. Fünf Arten von Häusern, davon nur ein Typ zweigeschoßig, wurden in Flächen von 93 bis 135 m² samt Freizeiteinrichtungen (Clubhaus, Swimmingpool, Tennisplätze, Sauna, anfangs auch ein Kindergarten) gebaut. Angesichts der zu Beginn nur sporadischen Busverbindung nach Wien (über die Buslinie von Wien-Liesing nach Kaltenleutgeben Ellinggraben bzw. Sulz im Wienerwald) war ein eigenes Kraftfahrzeug Voraussetzung für die Bewohner, was mehrfach kritisch zum Thema gemacht wurde. 2021 wurde diskutiert, die Dächer der Häuser, die rund 12.000 m² groß sind, für eine ökologische Stromversorgung einzurichten. Auch das Problem der Erreichbarkeit mittels ÖPNV wurde mit dem Postbus Shuttle, an dem auch die Gemeinde Kaltenleutgeben beteiligt ist, im Jahr 2022 gelöst.

Bürgermeisterin der Marktgemeinde ist Bernadette Geieregger (ÖVP), obwohl die ÖVP bei der Gemeinderatswahl nur den zweiten Platz belegte. Die Grünen sind der Koalitionspartner.

Im Marktgemeinderat gibt es bei insgesamt 23 Sitzen nach der Gemeinderatswahl 2020 folgende Mandatsverteilung: SPÖ 10 (−1), ÖVP 9 (+1), Die Grünen 3 (+1) und FPÖ 1 (−1).

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 124, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 11. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1403. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 48,93 Prozent.

Sonst ist die Gemeinde eher eine Wohnsitzgemeinde. Viele Wiener haben hier ihre Zweitwohnsitze aufgebaut, da Wien recht nahe liegt.

In Kaltenleutgeben befindet sich ein Kindergarten und eine Volksschule.

Katholische Pfarrkirche Kaltenleutgeben hl. Jakobus der Ältere: Die Kirche, 1728–1729 geplant und 1729–1732 ausgeführt, ist das Hauptwerk des Barockbaumeisters Jakob Oeckhl. Er errichtete und finanzierte den Bau nach dem Tode seiner zweiten Frau aufgrund eines Gelübdes zur Geburt seines Sohnes. Das Hochaltarbild entstammt der Heiligenkreuzer Schule um Martino Altomonte, die aus Lindenholz geschnitzte Dreifaltigkeitsgruppe wird Giovanni Giuliani zugerechnet.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Joe Berger (1939–1991), Lyriker, Dramatiker, Erzähler, Journalist, Schauspieler und Aktionist, Mitglied der Grazer Autorenversammlung

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Mark Twain (1835–1910), US-amerikanischer Schriftsteller, Autor der Bücher über die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn, lebte 1898 ein halbes Jahr in der Villa Paulhof in Kaltenleutgeben

Henryk Sienkiewicz (1846–1916), polnischer Schriftsteller, hielt sich ab 1885 mehrmals als Kurgast in Kaltenleutgeben auf.

Michael Pewny (* 1963), Pianist und Wirtschaftswissenschaftler spielte zwischen 1995 und 2018 im Kaltenleutgebener Hof und Restaurant Kaiserziegel, unter anderem mit Christian Dozzler, Oscar Klein, Al Cook, Dana Gillespie, Herbert Swoboda, und Big Jay McNeely.

Wilhelm Winternitz (1834–1917), Internist, Hydrotherapeut und Balneologe, errichtete die Kaltwasseranstalt.

http://www.kaiserziegel.at

 

Ganz im Zeichen der Zeit und im Focus der modernen Gemeinden im Bezirk Mödling.

 

 

 

BRUNN AM GEBIRGE

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Herr Dr. Andreas Linhart
Bürgermeister (SPÖ)
Sprechstunden nach vorheriger Terminvereinbarung
Telefon: 02236/316 01 DW 200
E-Mail: buergermeister@brunnamgebirge.gv.at 

Der Bürgermeister vertritt die Gemeinde nach außen. Er ist Vorstand des Gemeindeamtes, Vorsitzender des Gemeindevorstandes und Vorsitzender der Musikschulgemeinde.

https://www.brunnamgebirge.at

Amtsleitung
Abteilung 1 – Verwaltung
Wolfgang Schragner
Leitender Gemeindebeamter
DW 201
E-Mail (schragner@brunnamgebirge.gv.at )
Leiter der Gemeindeverwaltung, organisatorische und personelle Maßnahmen zur Durchführung des Dienstbetriebes, generelle Personalangelegenheiten, Organisation und Koordination der Sitzungen des Gemeindevorstandes und Gemeinderates, Koordination Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Stellvertretung: Herbert Pertl, MA

Christine Wiemann
Leiterin Fachbereich Sekretariat
DW 204
E-Mail (gemeinde@brunnamgebirge.gv.at )
Sekretariat Bürgermeister, Protokollführung Gemeindevorstand und Gemeinderat, Führung der Beschlussevidenz, Vertragssammlung, Ehrungen,
Ansprechpartnerin für das Referat Wirtschaft und Tourismus, für den Blumenschmuckwettbewerb und die Wirtschaftsförderung

Erika Kaschnig
Posteingang
DW 205
E-Mail (gemeinde@brunnamgebirge.gv.at )
Postein- und Ausgang, Plakatierung

Birgit Glatz-Stadler
Öffentlichkeitsarbeit
DW 206
E-Mail (gemeinde@brunnamgebirge.gv.at )
Gemeindezeitung, Homepage, Fotos gemeindeeigener Veranstaltungen und Brunner Ansichten

Der Gemeinderat besteht aus 37 Mitgliedern und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2020 aus Mandaten der folgenden Parteien zusammen:
16 SPÖ
11 ÖVP
5 Die Grünen
3 NEOS
1 FPÖ
1 Wir Brunner zu 100 Prozent (WIR)

Brunn am Gebirge ist eine Marktgemeinde mit 12.045 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022) im Bezirk Mödling in Niederösterreich.

Der Ort liegt an den östlichsten Ausläufern der nördlichen Kalkalpen sowie an dem Staffelbruch des Wiener Beckens (Thermenlinie). Eine Bohrung beim Felsenkeller, somit nahe dem Gebirgsrand, erreichte dennoch erst bei 231,4 m wieder das Grundgebirge. Das belegt, dass das Gebirge in diesem Gebiet sehr steil zum Wiener Becken absinkt. Brunn liegt südlich von Perchtoldsdorf und der Wiener Stadtgrenze an der Südbahn, sodass ein Teil des Ortes am Abhang des Wienerwaldes und der andere Teil schon im Wiener Becken ist. Diese Grenze stellt sich in der Natur ca. mit der Südbahn dar. Brunn am Gebirge ist eine Katastralgemeinde und die einzige Ortschaft, die aber über die Siedlungen Am Wolfsholz und Heidesiedlung verfügt.

Siedlungsreste der Jungsteinzeitlichen Bandkeramischen Kultur (älteste Phase) in der Flur Wolfsholz belegen, dass das Gebiet bereits ca. 5500 v. Chr. bewohnt war. Diese stellen eine der ältesten bekannten bäuerlichen Siedlung Österreichs dar, aber die Besiedlung war natürlich nicht kontinuierlich.

Awarengräber, die in Mödling gefunden wurden, lassen darauf schließen, dass auch zu dieser Zeit das Gebiet bewohnt war. Aufgrund von Ausgrabungen nimmt man an, dass es zur Römerzeit hier eine Veteranensiedlung gab.

Etwa um 1000 dürfte das heutige Ortszentrum entstanden sein. Es nannte sich Prun oder Brun, was so viel wie Brunnen bedeutet. Urkundlich wurde Prunni im 12. Jahrhundert in einer Schenkungsurkunde erstmals erwähnt. Um 1500 stand in Brunn eine Mauer rund um den Ort, die 300 Jahre lang hielt.

Die Brautradition in Brunn am Gebirge begann bereits 1790 in Form einer Kleinbrauerei. 1847 wurde die 19 ha große Brunner-Brauere-Aktien-Gesellschaft gegründet, gegründet, die zu einer der größten der damaligen Monarchie aufstieg. Über 200 Beschäftigte brauten mehr als 200.000 hl pro Jahr in den verschiedensten Sorten. 1929 wurde die Brunner Brauerei an die Brau Union verkauft, an deren Liesinger Brauerei angegliedert und hörte auf, als eigenes Unternehmen zu existieren. Ein paar Versatzstücke im Brauereimuseum im Brunner Heimathaus zeugen noch aus dieser Zeit.

Ab 2010 besaß Brunn jedoch mit der Bierzauberei eine kleine Spezialitätenbrauerei.

Auf Grund einer privaten Idee der damaligen Gemeindewirte wurde der „Brunner Bierkirtag“ zweimal wiederaufgelegt.

2012 fand auf dem Gelände des Business Park Campus21 „Niederösterreichs größtes Oktoberfest“ statt, welches jedoch nichts mit Brunner Bier zu tun hatte, sondern von einem österreichischen Bierkonzern gesponsert wurde.

Heute ist nur mehr ein kleiner Teil der Bevölkerung im Weinbau tätig, deren Weingärten an den Hängen des Wienerwaldes liegen. Der Großteil ist in Industriebetrieben und Handelsbetrieben, die sich im Industriegebiet sowie im Campus 21 angesiedelt haben, sowie in Wien tätig. Im Osten von Brunn haben Gewerbebetriebe ihren Standort, so die Kranfirma Prangl und die Pumpenfirma Flowserve.

Auch die österreichische Niederlassung von Scania ist in Brunn ansässig. In Brunn eröffnete Hornbach im August 1996 seine erste Österreich-Filiale.

Brunn ist im dicht verbauten Gebiet fast vollständig mit biogener Fernwärme, welche im Biomasseheizkraftwerk Mödling erzeugt wird, aufgeschlossen. Sowohl die öffentlichen Gebäude wie Schulen und Ämter oder Gewerbe- und Industriebetriebe als auch großvolumige Wohnbauten werden mit dieser Fernwärme versorgt.

Zwischen Brunn und Perchtoldsdorf liegt dieWiener Außenringautobahn A 21.
Auch zur
Südautobahn gibt es eine günstige Verbindung.

Brunn hat gemeinsam mit Maria Enzersdorf eine Haltestelle an der Südbahn, die auf Brunner Gemeindegebiet liegt, aber den Namen Brunn-Maria Enzersdorf (Brunn-Ma. Enzersdorf) trägt. Im Jahr 1998 wurde der vorhandene Bahnhof in eine unbesetzte Haltestelle der ÖBB umgewandelt. Der aus dem Jahr 1862 stammende Bau, dem der Abriss drohte, wurde von der Gemeinde Brunn erworben und revitalisiert

Die Versorgung der Marktgemeinde Brunn am Gebirge mit Strom erfolgt durch die Wien Energie. Die Gasversorgung der Marktgemeinde ist durch die EVN gewährleistet. Aufgrund des geringen Anteils der Eigenversorgung mit Trinkwasser (ca. 2–5%) liefern der Wasser-Leitungs-Verband der Triestingtal- und Südbahngemeinden sowie die EVN zusätzliches Trinkwasser an die Gemeinde.

In Brunn am Gebirge befanden sich im Bereich des Goldtruhenbaches die Standorte von drei teerverarbeitenden Betrieben, einer Lackfabrik und einer Glasfabrik. Eine Verzinkerei im selben Bereich ist heute noch in Betrieb. Im untersuchten Bereich in der Umgebung des Goldtruhenbaches wurden großflächig Verunreinigungen des Untergrundes durch Teeröl festgestellt, die sich auf einer Länge von ca. 750 m und einer Fläche von ca. 100.000 m² erstrecken und vom Norden im Bereich der Verzinkerei über den Bereich der Lackfabrik und der Dachpappenfabrik Goldtruhenweg hinaus bis weit in den Süden reichen. Diese Verunreinigungen wurden im Altlastenatlas aufgenommen und stellen teilweise eine erhebliche Gefahr für die Umwelt dar.

In der Gemeinde gibt es fünf Kindergärten zwei Volksschulen und eine Mittelschule.

Im „Gliedererhof“ lebte Rudolf Steiner bis zu seiner Berufung nach Weimar als Herausgeber der Naturwissenschaftlichen Schriften Goethes in der Weimarer Ausgabe (Sophien-Ausgabe). Dort schrieb er auch die Einleitungen zu Goethes Naturwissenschaftlichen Schriften in Joseph Kürschners National-Literatur sowie die Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung.

Die Brunner Kirche hat einen bemerkenswerten Grundriss, der Ähnlichkeiten mit dem von Rudolf Steiner entworfenen ersten Goetheanum, einem monumentalen Holzbau in Dornach im Kanton Solothurn in der Schweiz, aufweist. Sie soll von den Baumeistern des Wiener Stephansdoms errichtet worden sein.

Die Jugendstilreihenhäuser in Brunn gelten als das einheitlichste Ensemble im Stil der Wiener Secession. Die 10 Reihenhäuser in der Franz Keim-Gasse wurden ab 1902 von dem Architekten Sepp Hubatsch errichtet.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Marian Schirmer (1650–1705), Abt des Stiftes Heiligenkreuz 1693–1705
Anton von Kenner (1871–1951), Maler
Marianne Wulf (1878–1944), Schauspielerin
Huber Marischka (1882–1959), Librettist
Hans Gál
(1890–1987), Komponist
Franz Ruhm (1896–1966), Fernsehkoch beim ORF
Otto Mauer (1907–1973), Priester, Kunstsammler und Mäzen
Agnes Niegl (1913–2008), Lehrerin und Ministerialbeamtin

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Theo Braun (1922–2006), Maler und Grafiker, lebte und starb in Brunn
Jakob Fuchs (1911–1944), Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, arbeitete in Brunn
Albert Huttary (1908–1978), Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, arbeitete in Brunn
Franz Georg von Keeß (1747–1799), Jurist und Rechtswissenschaftler in Wien
Franz Keim (1840–1918), Schriftsteller, lebte und starb in Brunn
Horst Friedrich Mayer (1936–2003), Journalist beim ORF, lebte und ist begraben in Brunn
Rudolf Steiner (1861–1925), Publizist, Esoteriker, Vortragsredner, lebte von 1882 bis 1887 in Brunn (siehe Gedenkstätte im Gliedererhof)
Günther Thömmes (* 1963), deutscher Braumeister und Autor historischer Romane, lebt seit 2003 in Brunn
Ernst Vlcek (1941–2008), Schriftsteller, lebte und starb in Brunn

2344 Maria Enzersdorf

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Die Marktgemeinde Maria Enzersdorf im Bezirk Mödling.

Bürgermeister Herr DI Johann Zeiner
Hauptstr. 17
A-2344 Maria Enzersdorf NÖ

http://www.mariaenzersdorf.gv.at

Link: https://mariaenzersdorf.vpnoe.at/start/

E-Mail:  gemeindeamt@mariaenzersdorf.gv.at

E-Mail: johann.zeiner@mariaenzersdorf.gv.at

 

Maria Enzersdorf ist eine Marktgemeinde mit 8659 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021) an der Thermenlinie im niederösterreichischen Industrieviertel. Bis 1999 hieß die Gemeinde Maria Enzersdorf am Gebirge.

Maria Enzersdorf besteht aus dem Altort, daher dem gewachsenen Maria Enzersdorf, und der Südstadt. Während der Altort im westlichen Teil des Gemeindegebietes am Abhang des Wiener Waldes liegt, wurde die Südstadt östlich davon im ebenen Teil des Wiener Beckens angelegt. Die Südstadt wurde als geplantes Wohn- und Geschäftsgebiet als „Gartenstadt“ konzipiert. Die von den niederösterreichischen Landesgesellschaften NEWAG und NIOGAS (heute EVN) beauftragten Architekten Wilhelm Hubatsch, Franz Kiener und Gustav Peichl waren für die Planung des neuen Verwaltungszentrums der o.g. Gesellschaften sowie des daran angeschlossenen Wohn- und Geschäftsgebiets verantwortlich. Der erste Spatenstich erfolgte am 12. September 1960.

Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Weinbau verbunden. Nach Grabungsfunden dürften bereits die Kelten und die Römer sich hier angesiedelt haben.
Ab dem 11. Jahrhundert lag auf dem Großen Rauchkogel, etwa 600 Meter nordwestlich und 20 Meter höher als die heutige Anlage, eine kleine Holzburg auf einem Erdhügel. Dieser Hügel war von einem Wall sowie einem Graben umschlossen. Nach 1100 wurde die Anlage von den „Herren von Engilschalchesdorf“ (heute: Maria Enzersdorf) ausgebaut.

Das erste Mal urkundlich erwähnt ist der Ort um 1130 als „Engelschalkesdorf“ im Stift Klosterneuburg. Es war die Zeit, in der auch die Burg Liechtenstein erbaut wurde. Die älteste Kirche der Stadt war die Kapelle der Maria Magdalena (heute Hauptstraße 24/26), die wiederum auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Grangie der Mönche des Stiftes Heiligenkreuz errichtet wurde. 1402 wurde der Heiligenkreuzer Gutshof an die Gemeinde verkauft; ihr diente er bis 1863 als Rathaus. 1454 wurde das Franziskanerkloster erbaut. Im Zuge der Türkenkriege wurde der Ort mehrmals zerstört. Auch die Franziskaner mussten während der Reformation das Kloster verlassen, kamen aber wieder zurück, und Maria Enzersdorf wurde rekatholisiert. 1676–1678 baute Heiligenkreuz den Neuen Heiligenkreuzerhof in der Mariazeller Gasse 5; er war bis 1918 im Besitz des Klosters.

Die Geschichte des 19. Jahrhunderts ist sehr stark mit Johann I. Von Liechtenstein verbunden, der die Burg Liechtenstein wieder zurückkaufte und die Wälder rund um den Ort wieder aufforstete.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand ein zweites Kloster, das Missionshaus Sankt Gabriel der Steyler Missionare. Diesem Kloster ist es auch zu verdanken, dass die dortige Umgebung – trotz des enormen Baudrucks in der gesamten Gemeinde – immer noch einige, teils verwilderte Grünflächen umfasst, beispielsweise Trockenrasen mit ihrer hohen ökologischen Bedeutung.

Von 1938 bis 1954 gehörte Maria Enzersdorf zu Groß-Wien (24. Bezirk).

1964 wurde ein drittes Kloster, das Klarissenkloster, erbaut.

Die größte Erweiterung erfuhr der Ort, als die Südstadt, die als Gartenstadt konzipiert ist, 1961 unter dem ehemaligen NEWAG-Generaldirektor und Landeshauptmannstellvertreter Viktor Müllner  begonnen (der Spatenstich erfolgte am 12. September 1960) und in den 70er Jahren fertiggestellt wurde. Durch den Bau der Südstadt verdoppelte sich auch die Einwohnerzahl in zehn Jahren (1961: 3825, 1971: 8120). Gleichzeitig wurde auch die Zentrale der heutigen EVN in der Südstadt errichtet. Auch das Bundessportzentrum Südstadt wurde hier im Zuge des Baues der Südstadt angesiedelt.

Am 19. Oktober 2004 wurde beschlossen, das alte Gemeindeamt, das zu klein war und sicherheitstechnische Mängel aufwies, zu verkaufen und ein neues Gemeindeamt auf einer im Jahr 2000 erworbenen Liegenschaft zu errichten. Das dort vorhandene Kielmannsegg-Schlössl wurde um einen modernen Zubau erweitert. Die neue Adresse der Gemeindeverwaltung lautet seit 6. August 2007 Hauptstraße 37. Der Bau wurde unter anderem von den parteiunabhängigen Aktiven wegen hoher, stetig steigender Kosten und überdimensionierter Größe heftig kritisiert. Die ÖVP hielt dem entgegen, dass diese Kostensteigerungen gerade auf die jahrelangen Verzögerungen, die die Aktiven verursacht hätten, zurückzuführen seien.

Das neue Gemeindeamt wurde am 6. Oktober 2007 im Beisein des niederösterreichischen Landeshauptmannes Erwin Pröll offiziell eröffnet.

Im westlichsten und höchstgelegenen Teil des Ortes (an der Grenze zur Gemeinde Gießhübl) befinden sich im Untergrund Gipsstöcke, wo bis 1880 Gips abgebaut wurde. Dieses Bergwerk wurde ohne jegliche Sicherungsmaßnahme aufgegeben. In den 1990er Jahren kam es vereinzelt zu Senkungen an der Oberfläche, die von durch Subrosion entstandene natürliche Hohlräume, aber auch von ehemaligen Stollen, wie sie auch in der benachbarten Seegrotte noch zu sehen sind, herrühren könnten. Es wurden deshalb 2004 und 2005 über 70 Sondierungsbohrungen durchgeführt, wobei man durch Videobilder aus der Tiefe in einem Stollen alte Werkzeuge identifizieren konnte. Die Stollen reichen bis in die Nachbargemeinde Gießhübl. Dort soll sich der ursprüngliche Einstieg in das Bergwerk befinden. Da das Gebiet in den 1970er Jahren in Bauland umgewidmet wurde, stehen heute dort Wohngebäude, von denen manche bereits Schäden aufweisen, die auf den früheren Bergbau zurückzuführen sein könnten. Da sich aber in diesem Gebiet in der Zwischenkriegszeit auch eine Mülldeponie befand, könnten Schäden auch von unzureichender Bodenverdichtung herrühren. Die Kosten für die Erkundungsbohrungen hat die Gemeinde Maria Enzersdorf vorfinanziert. Die Anfang 2007 begonnene Sicherung des alten Bergwerkes durch Verfüllen der Hohlräume wurde Ende August 2007 fertiggestellt. An den Kosten (Schätzung 3 Millionen Euro) für diese Sanierung haben sich Bund, Land und Gemeinde zu je einem Drittel beteiligt.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Maria Enzersdorf

Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria, Heil der Kranken – nicht mehr Pfarrkirche, nur mehr Wallfahrtskirche. Pfarrkirche ist die Kirche im Ortsteil Südstadt

Franziskanerkloster Maria Enzersdorf

Burg Liechtenstein: 1136 erstmals urkundlich erwähnt; auf einem Felsrücken auf 300 m Seehöhe
erbaut. Ehemals Stammsitz des Fürsten von Liechtenstein.

Schloss Liechtenstein

Missionshaus St. Gabriel

Schlösschen auf der Weide

Schloss Hunyadi: Spätbarockes Schloss

Naturpark Föhrenberge

Kulturlandschaft Rauchkogel

Neujahrskonzert: Seit 1995 findet jedes Jahr – meist am Dreikönigstag bzw. am letzten Sonntag der
Weihnachtsferien – ein Neujahrskonzert mit dem Koncz-Ensemble statt.

Portiunculamarkt: Am 2. August findet jedes Jahr der traditionelle Portiunculamarkt in der
Kirchenstraße und Franz-Keim-Gasse statt.

Nestroy-Spiele Liechtenstein: Bis 2012 fanden unter der Leitung von Elfriede Ott im Sommer
Theateraufführungen im Rahmen des Theaterfester Niederösterreich, die sogenannten Nestroy-Spiele auf der Burg Liechtenstein – im Burghof auf der Außenseite der Burg – statt.

Sängerknaben vom Wienerwald: Heimat der Chorschule der Sängerknaben vom Wienerwald.

Chorvereinigung Maria Enzersdorf

Jugendblasmusik Maria Enzersdorf

EVN Sammlung (Kunstsammlung).

Im Gemeinderat lautet seit der Gemeinderatswahl 2020 die Verteilung der 33 Mandate:

Liste ÖVP 15, Parteiunabhängige Aktive 7, Die Grünen 6, NEOS 2, SPÖ 2, FPÖ 1.


Bürgermeister

1849–1856 Josef Keck
1856–1864 Anton Kraus
1864–1867 Georg Sternecker
1867–1870 Franz Moser
1870–1873 Alois Hößl
1873–1876 Lambert Stix
1876–1900 Josef Leeb
1900–1913 Michael Hof
1913–1919 Franz Hof
1919–1921 Ferdinand Maller
1921–1938 Karl Huber
1938–1939 Josef Feistauer

Ortsvorsteher

1945–1947 Friedrich Paast
1947–1950 Josef Jaschek
1950–1954 Walter Modl

Bürgermeister
1954–1965 Walter Modl
1965–1967 Gert Stanek
1967–1982 Peter Messinger
1982–1985 Franz Reith
1985–2000 Gottfried Höller
2000–2006 Christian Beck
2006–2013 Edeltraud Obner

seit 2013 Johann Zeiner (ÖVP)

 

 

SCHRAMM RAINER DIE SYMPATHISCHE PROMINENZ VON GAADEN

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Rainer Schramm
Adresse: Schlöglgasse 4, 2531 Gaaden bei Mödling

Telefon: 02237 8240

Gemeinde Gaaden
Hauptstraße 29
A-2531 Gaaden
Tel: 02237/7203
gemeindeamt@gaaden.at

 

Allgemeiner Parteienverkehr
Mo, Di, Mi, Do, Fr 8:00 bis 12:00 Uhr
Dienstag zus. 16:00 bis 18:00 Uhr

 

Bürgermeister: Herr Rainer Schramm

Sprechstunden:Nach Vereinbarung

(Bitte um tel. Anmeldung 02237/7203-11)

E-Mail: buergermeister@gaaden.at

 

PROMINENZ, INTERESSANTE MITMENSCHEN, WELCHE RÜCKGRAT HABEN UND ETWAS BEWEGEN IM HOHEITSGEBIET GAADEN UND AUS ÖSTERREICH STAMMEN, IM DIALOG mit Hermann-Josef Düppenbecker und dem Rest der Welt!

Echt tolle Mitmenschen: Danke, lieber Hans Stefan Hintner, Martin Schuster, Martin Eichtinger,
Bgm Ferdinand Köck, Bürgermeister Rainer Schramm
usw. Schätze Euch alle sehr.

Das persönliche Interview mit Herr 
Bürgermeister Rainer von Schramm.

Zuständig für die glücklichen Momente und Sorgen der Bürger..

Anschriften: privat, beruflich und andere:

Schlöglgasse 4/Hauptstraße 29

Ort: 2531 Gaaden NÖ Bezirk MÖMÖ Mödling

Tel.: 0043 (0) 2237 7203

Mobil-Tel.: +43 (0) 650 8240300

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Bitte weiter empfehlen.

„Ausdauernd, nachhaltig, ehrlich und direkt!“

mit Hermann-Josef Düppenbecker

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Fragen und eventuelle Antworten (ernst und spaßig):

1. Interview am 29. Mai 2019 und 2. Interview am 04. Juni 2019.
Aktualisierung im Jahr 2022 in Aussicht gestellt. 
Ort: Gemeindeamt Gaaden; Amtszimmer des Bürgermeisters
Bürgermeister: Rainer Schramm
Geburtsdatum: 08. April 1951
Familie: Ehefrau Anna; 2 Kinder: 1 Bub (Alter 49); 1 Mädel (Alter 48)
Kinder aus der ersten Ehe vom Rainer Schramm.
Hermann:
Jugendzeit?
Antwort: Nach 9 Monaten gereifter Zeit im Leib meiner Mutter erblickte ich das Sonnenlicht der großen weiten Welt. Dann ging das Chaos mit mir los. Blicke auf eine behütete glückliche Kindheit zurück. Sie erzogen mich zur Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit mit Hausverstand. Dafür bin ich Ihnen bis heute dankbar. Mein Vater war ein tüchtiger Mitarbeiter bei der „Austria Tabak“ Industrie in Wien. Mutter Maria war eine tüchtige selbständige Unternehmerin für Oberbekleidungsstoffe und Produkte.
Hermann: Ausbildung
Antwort: Auffallender Jüngling im Kindergarten. Grundschule, Internat, HTL Mödling Maschinenbau und
beruflich inspirierende Kurse.

Hermann:
Beruflicher Werdegang.
Antwort: Nach der HTL Technische Hochschule besuchte ich die landwirtschaftliche Fachschulde in Obersiebenbrunn. Meine Landwirtschaft-Meisterprüfung machte ich in Warth/Grimmenstein. Im Jahre 1985 habe ich eine eigene Handelsagentur für Heimtextilien gegründet (u.a. Sander).
Hermann: Highlights in Deinem Leben; Privat, Beruflich, Politisch usw.
Antwort: Fluggeschichten; Pilotenschein; Bin ein ausgebildeter Berufspilot; aktiv über 20 Jahre. Personenflugschein.
Wasserflugschein in Kanada/Alaska. Viele interessante Erlebnisse. Darüber berichte ich später.
Hermann: Was charakterisiert in Deinen Augen einen Genießer?
Antwort: Es ist ein Mitmensch, welcher aktiv und intensiv lebt. Der das Positive mit Genuss auskostet.
Hermann: Warum bist Du Politiker geworden?
Antwort: Weil ich in der Gemeinde Gaaden sehr gerne lebe, heimatverbunden bin, für die Demokratie bin, mich einsetzen kann, für Gerechtigkeit Sorge tragen darf und für Ausgeglichenheit mitwirken kann.
Hermann: Dein Hauptcharakterzug?
Antwort: Ehrlichkeit, Beständigkeit und Nachhaltigkeit.
Hermann: Wie koordinierst Du Deine vielseitigen Aufgaben als Bürgermeister; Politiker usw.
mit Familie und Beruf? Deine Zusatzaufgaben und so weiter und so heiter?
Antwort: Die Bevölkerung von Gaaden bestimmt meine Termine. Das Wichtigste zuerst.
Hermann: Welche sind Deine politischen Ziele in der Zukunft ab Jänner 2019?
Antwort: Gerne möchte ich weiterhin Bürgermeister von Gaaden bleiben und das Beste für die
Bevölkerung tun.

Hermann:
Dein Lieblingsgericht?
Antwort: Palatschinken.
Hermann: Bist Du selbst ein guter Koch? Welche sind Deine Lieblingsgerichte, womit Du Deine
Ehefrau/Lebensgefährtin/Freundin, Deine Familie
und auch mich verwöhnen könntest?
Antwort: Nein. Bin lieber ein Konsument und lasse mich verwöhnen. Meist von meiner Ehefrau Anna
mit guter Hausmannskost.
Hermann: Was magst Du überhaupt nicht essen?
Antwort: Pilze aus Wald und Flur. Die gesammelten Schwammerl.
Hermann: Was wolltest Du als Kind partout nicht essen?
Antwort: Pilze aus Wald und Flur. Die gesammelten Schwammerl.
Hermann: Was hast Du als Kind am liebsten gegessen?
Antwort: Germknödel.
Hermann: Welche regionale Persönlichkeit bewunderst Du am meisten?
Antwort: Den Alt-Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, dem amtierenden BM Hans Stefan Hintner von Mödling, den Alt-Bürgermeister Karl Sonnweber von Guntramsdorf und andere herausragende
Persönlichkeit aus dem Bezirk Mödling.
Hermann: Welche regionale Spezialität magst Du am liebsten?
Antwort: Gute Steak; Gegrilltes Fleisch.
Hermann: Welchen Winzer (lebend) bewunderst Du am meisten?
Antwort: Den Winzer Otto Pferschy aus Mödling; den Winzer Gustav Krug aus Gumpoldskirchen.
Hermann: Dein größter Fehler?
Antwort: Gutgläubigkeit gegenüber meinen Mitmenschen.
Hermann: Dein Lieblingsurlaubsland oder Region?
Antwort: Meine Gemeinde Gaaden und den Rest von Österreich.
Hermann: Welches Land würdest Du gern mal 4 Wochen bereisen und die jeweiligen Spezialitäten, die Küche und die Leute kennen lernen?
Antwort: Australien und die Kängurus.
Hermann: Dein Lieblingsgetränk (außer Wein)?
Antwort: Coca Cola.
Hermann: Deine heimliche/unheimliche Leidenschaft?
Antwort: Die Fliegerei; Segel- und Motorflug.
Hermann: Deine Lieblingsbeschäftigung?
Antwort: Bürgermeister in Gaaden sein.
Hermann: Welches Buch hast Du als letztes gelesen?
Antwort: Lustige Bücher mit interessantem Inhalt, „Der Fall Lukona: Was Udo Proksch wirklich plante, ausführte und wie er zu Sturz kam usw.“; „Der Betrüger Sicherheitschef Herr Hoffmann“, welcher niemals ein Sicherheitschef von Österreich war.
Hermann: Was schätzt Du an Deinen Freunden am meisten?
Antwort: Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Handschlag-Qualität, welche leider seltener wird.
Eine Vervielfältigung oder Verwendung dieses Interview in anderen elektronischen oder gedruckten
Medien/Publikationen, insbesondere auch in kommerzieller Weise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung von Bürgermeister Rainer Schramm und Hermann-Josef Düppenbecker nicht gestattet.
Rückfragen bitte an hallo@hermann.marketing
Web: www.hermann.marketing

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wöchentlich. Über 268.000 Klicks mit „Gefällt mir“ allein im Facebook für meine Postings.
Darüber hinaus, durch über 48 Jahre Medienerfahrung als Journalist,
weltweit über 210.000 Mitmenschen, welche ihre Gäste/Kunden sein können.

Gelesen und zur Publikation von Hermann-Josef Düppenbecker genehmigt.

Herr BM Rainer Schramm
Politiker